Fand, Mananauns Gemahlin

Fand

Cúchulain und die Vögel

Auch hier gilt: Es existieren verschiedene Schreibweisen, mir gefällt die Variante „Cúchulain“. Was ist also passiert?
Cúchulain ist unterwegs um seiner Frau Emer ein Geschenk zu bringen, aber nicht irgendeines: Vögel sollen es sein, aber dann bitte auch die schönsten die es gibt. Zuvor hat der Held an Samhain andere Vögel an weitere Frauen verschenkt, aber für Emer wären diese ohnehin nicht gut genug. Also machte er sich auf die Suche. An einem See wurde er fündig. Er beobachtete wie sich zwei schöne Vögel, durch eine goldene Kette verbunden, auf dem See niederließen. Die mussten es sein! Emer warnte ihn allerdings, denn sie hatte gar kein gutes Gefühl bei der Sache. Da Cúchulain allerdings selten bis nie auf gute Ratschläge hört, so versucht er sie natürlich zu fangen. Nach zig vergeblichen Versuchen beendet er schließlich frustriert seine Unternehmung. Da singen die Vögel eine wunderschöne, beruhigende Melodie. Der Held schläft schließlich ein.

Fand und Cúchulain

Im Traum nun erscheinen ihm zwei schöne Frauen, eine angetan mit einem grünen Umhang, die andere trägt einen purpurfarbigen. Die erste heißt Lí Ban und ist mit dem Andersweltfürsten Labraid vermählt, die andere ist ihre Schwester Fand. Sie lächeln Cúchulain an und lächelnd prügeln sie ihn mit Gerten so lange, bis er halbtot zurückbleibt und kein Glied mehr rühren kann. Auch zu sprechen vermag er nicht mehr. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Traum (Anderswelt) und Wach-Sein (sterbliche Welt). Kann schon mal passieren.
Ein Jahr später, wieder an Samhain betritt ein Bote aus der Anderswelt Cúchulains Haus und kündigt den Besuch Lí Bans an. Da findet er seine Sprache wieder und berichtet also von seinem Abenteuer. König Conchobar (aktueller Hochkönig) rät ihm Lí Ban zu treffen, was er auch tut. So erfährt er, dass Fand sich in ihn verliebet habe und dass Mananaun sie verlassen hätte.
Fand

Der Deal

Da sie nun unter der Obhut Labraids steht, bittet der Cúchulain um Hilfe, dann würde er ihm Fand überlassen. Er erbittet Unterstützung im Kampf gegen seine Feinde. Cúchulain, der Kunde von der Schönheit Fands erhalten hat, willigt ein und erledigt den Feind. Fand und Cúchulain verbrigen einen Monat glücklich in der Anderswelt, bis irgendwann Emer auftaucht, als sich beide mal wieder auf der Erde befinden. Es entbrennt ein Wettstreit um Cúchulain. Schließlich erscheint Mananaun auf der Bildfläche und fordert Fand zurück. Sein Argument, er brauche schließlich eine Gemahlin, zieht. Fand geht mit ihm. Cúchulain dreht vor Eifersucht durch, schläft nicht, wirft mit allem um sich, was geht und tobt sich tagelang mal so richtig aus. Schließlich erhält er einen Tarnk des Vergessens von einem Druiden, der hilft. Manaun wirft am Ende seinen Mantel zwischen die beiden und sorgt so dafür, dass sie sich nie wieder begegnen.
(Botheroyd, P. &, Botheroyd, S. (1992). Lexikon der Keltischen Mythologie. Eugen Diederichs Verlag. München.).

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