Imbolc | Latha na Brigid

Imbolc

Zeitpunkt

Imbolc|Latha na Brigid (soviel wie „Tag der Brigid“), wahlweise „Oimelc“ wird von den Iren in der Nacht vom 1. Februar auf den 2. Februar gefeiert, zuzüglich des gesamten 2. Februar. Es handelte sich um das erste Fest im neuen Jahr, drei Monate nach Samhain, dem keltischen Totenfest. Dank der Christianisierung wurde daraus „Lichtmess“ und wird Maria in ihren Eigenschaften als Gottesmutter und Jungfrau zugeordnet. In Irland geht es dabei mehr um den Geburtstag der Nationalheiligen, St. Brigid. Was dazu führte, dass auch heute noch etliche irische Familien ein Swastika-Kreuz aus Binsen flechten und Glücksspiele damit spielten. Auch sollte man darin die Zukunft erkennen können. Die Swastika, ein sehr altes Sonnensymbol repräsentiert nicht nur den christlichen Gedanken, sondern gerade die Sonne, das Licht. Imbolc steht für die Mitte des Winterhalbjahres und der Faktor Licht stand und steht hier im Vordergrund.
Die Tage werden endlich erkennbar länger, das Licht gewinnt die Überhand über den dunklen, kalten Winter. Diese Zeit fällt mit der Zeit des Lammens und der darauffolgenden Laktationsperiode der Mutterschafe zusammen. „Milch des Mutterschafes“ bedeutet „Oimelc.“

Imbolc

Herkunft | Bedeutung

Imbolc, das Fest der Göttin Dana/Brigid. Man sollte nicht denken, dass es sich um zwei verschiedene (Mutter)Göttinnen handelt. Tatsächlich sind es lediglich zwei Ausprägungen derselben Entität. Beispiel: „[…] Heil, Brigit, der Königin des Kampfes!“ riefen die Krieger. Aber jene, die verwundet und dem Tode nahe waren, riefen:“Heil Dana, der mächtigen Mutter![…]“

zitiert nach: Young, Ella (1996): Keltische Mythologie, Celtica I. J. Ch. Mellinger Verlag GmbH, Wolfgang Militz u. Co. Kg. Stuttgart. 4. Auflage. S. 70.

So geschehen in der 2. Schlacht von Mag Tuired.
Das Christentum hat sich sehr bemüht, diese sehr alte Gottheit zu nutzen, um die Christianisierung voranzutreiben. Nicht umsonst ist St. Brigid bis heute die Nationalheilige Irlands.

(Botheroyd, P. &, Botheroyd, S. 169 (1992). Lexikon der Keltischen Mythologie. Eugen Diederichs Verlag. München.).
(Ansha, S. 50-52 (1.Januar 2002). Die magische Welt der Kelten. Mythologie, Naturverständnis, Kund, Kultur und Jahresfeste – und was sie heute für uns bedeuten. Ludwig, München.).

Imbolc

Tipps für das heimische Lichtfest

– Äußerliche und innerliche Reinigung waren und sind für Imbolc wichtig. Man denke nur an das Thema „Frühjahrsputz“. Man kann sich leicht vorstellen, dass die irischen Kelten sehr beengt, oft mit vielen Menschen oder gar Nutzvieh zusammen in einem Haus lebten. Alles war sehr beengt und, tja, schmutzig. Da wurde die Idee des Frühjahrsputzes gleich sehr attraktiv. Es wird daher vermutet, dass vor Imbolc das Haus gründlich gesäubert wurde.

– Und anschließend nahm man selbst ein Bad.
Also: Zuhause aufräumen, auch mal entrümpeln, putzen. Gerade das Entrümpeln wirkt auf den Geist sehr befreiend. Man entfernt Altlasten sowohl in der materiellen als auch in der geistigen Welt.

– Danach: Visualisierung dessen was noch kommen mag. Aber ohne Druck, einfach die inneren Bilder kommen lassen – und das tun sie ganz von alleine. Wie und wann man diese Technik anwendet, ist höchst individuell. Ich mag es in meinem Schaukelstuhl zu sitzen und absolute Ruhe zu haben. Andere liegen vielleicht lieber auf der Couch oder im Bett. Hier könnten passende Räucherungen helfen.
– Falls das gelungen ist, kann man nun der Göttin seine Bitten und Wünsche offenbaren. Normalerweise sollten nun neue Bilder aufsteigen, quasi als Antwort. Interessante Räucherungen: Eichenrinde: Kraft, Erfolg, Schafgarbe: Schutz, Segen, Erdrauch: zentrierend, richtungsweisend, Birkenrinde: reinigend, Eisenkraut: Erfolg, Schutz.

– Essen: Frische Lebensmittel, Gemüse oder Obst waren (noch) Mangelware. So bereiteten die Menschen aus den Vorräten die Mahlzeiten für Imbolc zu. Was immer eingekocht, eingemacht, geräuchert, gepökelt oder eingesalzen war, wurde genutzt. Gleiches galt für Trockenobst, Hülsenfrüchte und Mehl.
Also: Kocht euch ein Essen aus eurer Vorratskammer.

– Wenn möglich, sucht den Kontakt zur Natur. Geht raus, macht einen Spaziergang, atmet ein paarmal ein und aus, spürt das erwachende Leben in euch und in der Natur. Imbolc ist Leben.

– Und natürlich: Schmückt Haus oder Wohnung mit Licht, Licht und noch mehr Licht. Kamin, Kerzen, Lampen, alles geht.

(Ansha, S. 50-52 (1.Januar 2002). Die magische Welt der Kelten. Mythologie, Naturverständnis, Kund, Kultur und Jahresfeste – und was sie heute für uns bedeuten. Ludwig, München.).

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