Ogma | Kriegsherr und Weiser

Ogma | Kriegsherr und Weiser

Ogma

Ogma in der Mythologie

Passt erstmal nicht unbedingt zusammen, oder? Ist aber tatsächlich der Fall. Zunächst einmal gehört Ogma zu den drei Hauptgöttern zusammen mit Dagda und Lugh. Er ist der Stärkste und der Geschickteste mit den Waffen, nur noch übertroffen von Lugh (und theoretisch Dagda, wie wir erfahren haben, aber was soll`s).
Ogma ist es, der Lughs Kräfte testet, als der bei Nuada auftaucht und ihm schließlich seinen Sitz überlässt. Er ist quasi das Gegenstück zum Fomorprinzen Indech, Balors Bruder und deren bester Kämpfer. Ogma unterliegt Indech zwar in der Zweiten Schlacht von Mag Tuired, taucht aber recht schnell wieder auf – die Götter haben es halt nicht so mit dem Sterben.

Ogma

Orna

Eine echte Besonderheit stellt das Schwert Orna dar, das er von einem Fomorkrieger namens Thetra erbeutet. Aber dazu lassen wir doch direkt mal Cathbad zu Wort kommen:

„[…] Was nun Ogma angeht: Nach der Zweiten Schlacht von Mag Tuired nahm er Tethra dessen Schwert Orna ab. Dem Schwert wohnte ein Zauber inne: Es konnte zu seinem Besitzer sprechen. So entwickelte Ogma ein tieferes Verständnis für das gesprochene Wort und letztlich für diese spezielle Schrift. Allerdings sollte sie seiner Ansicht nach nur einem begrenzten Kreis von Eingeweihten zur Weitergabe geheimen Wissens zur Verfügung stehen.“
„Den Druiden!“, rief Niam überrascht aus. Sie hatte gespannt gelauscht und war ganz sicher, dass sie richtig lag.
Der Zauberer lächelte kurz.
„Korrekt. Jede Dichtkunst ist ohne Schrift unmöglich. Aber auch Zauber werden niedergeschrieben, wenngleich in diesem Fall das gesprochene Wort die wahre Macht entfaltet, in viel größerem Maße noch als bei Liedern. Gut. Für den Moment belassen wir es dabei […].“

Ogma

Ogam

Gemeint ist übrigens die Geheimschrift Ogam, die tatsächlich nur den Druiden bekannt war. Was eigentlich erstaunlich genug ist, denn Druiden schrieben normalerweise kaum etwas auf, sie bestanden darauf, dass der eigene Kopf, oder der eines Schülers ausreichen müsste. Und in der Tat scheinen sie wahre Gedächtnisakrobaten gewesen zu sein.

Ogam stützt sch auf ein klassisches Alphabet, Unsicherheit besteht darin ob es sich um das griechische oder das römische handelt. Jedenfalls wurde es wohl verwendet, um magische oder göttliche Botschaften zu übermitteln. Die Schrift galt deshalb es geheimnisvoll und sehr mächtig. Und unheimlich.

Soviel dazu.

Beim nächsten Mal fassen wir Gobniu, Credne und Luchta zusammen.

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Das erste Bild: Pixabay | © PD
Bild 2: Pixabay | © PD
Und Bild 3: Herm, G. (1975). Die Kelten. (1. Auflage). Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und Wien. S. 363.

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