Nuada Airgetlám

Nuada

Nuada in der Mythologie

Nuada „Silberlanze“ oder „Silberhand“ (übrigens: kennt einer von euch da draußen zufällig „Hellboy – Die goldene Armee“, 2008, Regie Guillermo Del Toro? Falls ja: Die Namenswahl dort ist kein Zufall, falls nein: bitte mal reinschauen).
Warum nun heißt Nuada so? Nun zuvor, sei gesagt, dass er bereits König der Tuatha Dé Danann war, bevor sie die Erde betraten. Eines der bereits bekannten vier Schätze war sein Schwert, das Lichtschwert aus der Stadt Findias/Findrias (bisweilen existiert mehr als eine Schreibweise, der Einfachheit halber entscheide ich mich immer für die aus meiner Sicht Hübscheste). Ogma, der stärkste Krieger und oberste Feldherr hatte es bei sich, teilte es aber mit Nuada, wenn nötig. Problem:

Nuada

Die Fir Bolg

Der Mythos sagt, dass auf der Erde bereits ein weiteres Göttervolk lebte, die sog. Fir Bolg. Ich habe sie bis jetzt außer Acht gelassen, denn streng genommen spielen sie für die kommenden Ereignisse in der Mythologie und im Buch keine so große Rolle. Die heutige Wissenschaft geht davon aus, dass es sich dabei um belgische Einwanderer handelte, die sich um 100 v. Chr. in Irland ansiedelten. Das kann man so sehen, ich allerdings nicht. Immerhin reden wir hier von vormenschlichen Zeiten (vgl. dazu die Milesier) und ich gehe davon aus, dass die Belgier zu den menschlichen Völkern zu zählen sind. Da diese aber in jenen Tagen nicht existierten, gehe ich weiterhin von der Begrifflichkeit „Göttervolk“ aus.
Die Fir Bolg ähnelten den Kindern Danas nicht nur in Gestalt, sondern auch in den magischen Künsten, vor allem aber waren sie berühmt für ihre Waffenfertigkeiten. Das alles passte irgendwie keinem so recht. Kurz gesagt: Die Tuatha Dé Danann kämpften und besiegten die Fir Bolg in der Ersten Schlacht von Mag Tuired.
Allerdings verlor Nuada seinen Arm, ein Umstand den seine Herrschaft bedrohte, denn nur ein unversehrter Mann konnte und durfte König sein. Der Halb-Fomorier Bres übernahm den Thron, entwickelte sich aber zum Tyrannen, den man loswerden wollte. Ein Spottgedicht zwang ihn schließlich zum Abdanken. Damit Nuada zurückkehren konnte, bastelten Gobniu der Wunderschmied und Credne, der eigentlich Schildbuckel o.ä. herstellte, einen Arm aus silber glänzendem Metall. Dian Cecht fügte ihn an und Nuada konnte vorerst weitermachen. Doch zunächst schlug man sich mit den Fomor herum und vertrieb diese an die Ränder der Welt. Nicht zu verwechseln mit den Ereignissen aus der Schöpfung! Hier sind wir zeitlich schon weiter vorne.

Der Speer des Sieges

Nuada nahm nun das Land in Besitz. Er ließ den Speer des Sieges in der Mitte von Irland in die Erde niederfahren, der sich daraufhin in eine hohe weiße Flamme wandelte. Ihr gleißendes Licht wuchs und wuchs und drang schließlich zu den Fomor vor, die das Ganze misstrauisch beäugten. Aber da Licht etwas ist, das ihnen zuvor fehlte, sonnten sie sich darin und sogen Macht daraus. So viel Macht, dass es ihnen gelang Gestalt anzunehmen (vgl. dazu: die Zweite Schlacht von Mag Tuired). Und Balor war nun ihr König. Sie hatten es auf den wundersamen Speer abgesehen und begannen nun sich Irland zu nähern. Unter lauten Gebrüll und misstönendem Gekreisch kamen sie näher und näher.
Nuada

Balor und der Speer

Bis Nuada die Nase voll hatte. Er schnappte sich den Speer und schleuderte ihn hinein in die missgestaltete Masse. In der Tat richtete er große Zerstörung an, bis…ja bis Balor den Speer packte. Der wand sich zwar wie eine Schlange, aber Balors eisenharter Griff war stärker.
Nun brachte Balor den Speer in sein Reich (damals noch etwas unvollständig, man war ja erst am Anfang) und gelangte schließlich an die Ufer eines schwarzen Sees. Er steckte den glühenden Speer hinein und sogleich wurde er zu einer Säule aus glühendem Eisen. Und nun konnte niemand mehr den Speer aus dem See ziehen, (außer Lugh, der das später noch zwischendrin erledigen würde. Erinnert mich irgendwie an ein gewisses Schwert in einem Stein, das nur der rechtmäßige König ziehen konnte).

Sieg der Fomor

Gut, bis dahin sollte es noch dauern. Mithilfe des Dampfes der zischend entstand formte Balor diverse Dämonen und hetzte sie gegen die Tuatha Dé Danann. Und tatsächlich: Jetzt siegten die Fomor- was am Ende in der Zweiten Schlacht von Mag Tuired wieder egalisiert wurde. Doch bevor das mit Lughs Hilfe geschehen konnte, lebten die Tuatha Dé Danann unter der Knechtschaft der Fomor.

(Young, E. (1996). Keltische Mythologie. Celtica I. (4. Auflage). J. Ch. Mellinger Verlag GmbH, Wolfgang Militz u. Co. KG. Stuttgart.).

Apropos Ogma: Den nehmen wir uns als nächstes vor. Dann hätten wir die drei Hauptheerführer beisammen: Dagda, der in diesem Zusammenhang für die Magie steht, Ogma, der den Kampf repräsentiert und Lugh, der alles in sich vereint. Auf der anderen Seite stehen diesen Dreien die entsprechenden Pendants gegenüber: Drei Brüder: Elatha, Indech und Balor.

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