Dana

Dana

Dana und die Tuatha Dé Danann

Oder Danu, Anu, manchmal Brigid. St. Brigid- das ist sie ebenfalls. Ich bleibe allerdings bei Dana. Sie ist die Muttergöttin der Tuatha Dé Danann, quasi ihre Anführerin. Auf ihr Geheiß hin begab sich ihr Volk (nicht alle wohlgemerkt) auf die Erde um sie vor den Fomor zu retten. Dana war es auch, die das Land, das die Götter in Besitz nahmen, taufte: Die Weiße Insel. Oder Irland. An dieser Stelle sei der sog. und allseits bekannte celtic knot erwähnt: Ogma bat darum, einen Knoten in Danas Mantel knüpfen zu dürfen, damit sie sich immer an diesen Ort erinnern möge. Denn sie konnte nicht bleiben, sondern musste zurückkehren in die, sagen wir mal, Dé Danann-Welt. Beziehungsweise, Welten, denn davon gab es mehrere. Denn Ogma und sie selbst wussten beide, dass in jenen Welten noch andere Mitglieder ihres Volkes auf sie warten würden. Den Knoten gestattete sie indes.

Leben | Tod

Im Prinzip ist Dana der Ursprung des Lebens an sich, die Verkörperung des Lebens; sie gibt Leben, aber sie nimmt es auch. Was erstmal nicht ganz so positiv anmutet, aber notwendig ist. Hier kommt der Aspekt der Wiedergeburt zum Tragen: Diese gilt nicht etwa als erstrebenswert, nein, sie ist nötig um die Seele reifen zu lassen, Fehler einzusehen und ggbf. wiedergutzumachen. Und Fehler begeht jeder, sogar und insbesonders die Unsterblichen. Dieser negativ besetzte Aspekt des Leben nehmens taucht bis heute in den Mythen auf: Als Black Annis, eine grausame und grausam entstellte Fee mit Eisenklauen mit einer Vorliebe für Menschenfleisch (in meinem Buch nehme ich die walisischen Gwrach dafür), geistert sie als Schreckgespenst durch die Sagenwelt. Was für eine Entwicklung.

Dana und der See

Dana
In der letzten Schlacht von Mag Tuired tauchte sie auf, um ihrem Volk gegen die Fomor beizustehen. Sie hatte gesehen, dass ihre Leute einige Probleme mit den Gegnern hatten und schritt ein. Dana, hier u.a. Brigid genannt, brachte einen glitzenden Tropfen mit. Als dieser die Erde berührte, wurde er zu einem See. Dieser See, ähnlich wie Dian Cechts Quelle, heilte und holte sogar die Toten zurück. Außerdem erfrischte er die Seele.

Anderes

Ein anderes Mal erscheint sie um Amergin, den obersten Druiden und Anführer der Milesier bei ihrer Ankunft auf die Probe zu stellen (s. dort).
Es scheint darüber hinaus auch gesichert, dass auch die Festlandkelten sie als Muttergottheit verehrten, dort aber in Gestalt der mittelalterlichen St. Anna. Ein Kult der von der (keltischen) Bretagne ausging und sich verbreitete. St. Anna galt hier als Mutter Marias, bzw. Großmutter Christi.
(Botheroyd, P. &, Botheroyd, S. (1992). Lexikon der Keltischen Mythologie. Eugen Diederichs Verlag. München.).

Dana im Buch

Zitat aus meinem Teil 2: Jäger der Finsternis | Schatten der Vergangenheit:
„Der Blick wandert weg, hinauf zu den Sternen, immer weiter und weiter, vorbei an einer schier unendlichen Anzahl Sterne, Sonnen, Planeten, Nebeln, vorbeiziehenden Asteroiden und Kometen, überall blitzten Farben auf, ausgelöst durch Energien buchstäblich kosmischen Ausmaßes. Und irgendwann…
Die Ebene. Irgendwo, irgendwie in der Mitte von ALLEM.
Der Betrachter erblickt einen Ozean, Wellen peitschen ihn auf, ein Sturm tobt. Allerdings ist davon an Land nichts zu spüren, denn dort an den Gestaden herrscht geheimnisvolle Stille. Aber nur dort, denn im Hintergrund scheinen dichte urzeitliche Wälder, die nie ein Sterblicher je erblickt hat, mit Wüsten, donnernden Vulkanausbrüchen und tosenden Wirbelstürmen um die Vorherrschaft zu ringen. Was erstaunlicherweise aber nicht stimmt, denn hier, an diesem Ort irgendwo zwischen dem hier und dort, zwischen Vergangenheit und Zukunft, hier wo alles möglich ist oder sein kann, herrscht vollendete Harmonie. Alles was ist, unabhängig davon in welcher Realität es sich manifestiert, befindet sich im perfekten Gleichgewicht.
Dana
Der Betrachter bemerkt eine Frau. Sie sitzt am Strand auf einem Felsen und planscht mit den Füssen im Wasser. Wenn man in ihre Augen sehen würde…nun, normale Leute sehen Farben, alle Farben des Regenbogens gleichzeitig und noch etwas anderes, etwas Unbestimmtes…ja, vielleicht Alter und Jugend zur gleichen Zeit, vielleicht auch gar nichts, denn die Frau altert nicht.
Aber jene die wahrhaft sehen können, werden hinter den prächtigen Farben Augen voller Sterne erkennen, womöglich ein ganzes Universum, indes aber nichts anderes als die Augen der Dana.“

Sie wird nicht nur beschrieben, sie hilft auch weiter. Wieso und warum, das muss die/der geneigte Leser/in selbst herausfinden.

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Das erste Bild: Pixabay | © PD
Bild 2: Pixabay | © PD
Und Bild 3: Pixabay | © PD

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