Banshee, die Todesfee

Banshee

Aufgabe

Nun also die Banshee, die irische Todesfee. Eigentlich „bean sídhe“, oder „beansì(d)“. Bahnshee ist die anglisierte, aber deutlich bekanntere Form der Bezeichnung, weswegen ich sie auch so genannt habe.
Oftmals ist es so, dass die Bahnshee einer speziellen Familie zugeordnet wird. Ihre fürchterlichen Schreie kündigen den Tod eines Familienmitgliedes an, wobei der Betroffene selbst das Klagen nicht wahrnehmen kann. Lediglich der Rest der Familie ist in der Lage die Schreie zu hören. Der Tod ist stets unausweichlich. Bisweilen ertönt das Rufen der Banshee dreimal in der Nacht, manchmal kann es aber auch die ganze Nacht andauern. Die, die es hören empfinden selbst Todesangst, obwohl sie nicht betroffen sind. Übrigens: Räumliche Grenzen kennt die Banshee nicht. Es existieren Beispiele, in denen der Tod von Verwandten auf ganz anderen Kontinenten angekündigt wurde. Im Südwesten Irlands wird sie auch „badhbh caointe“ , „klagende Badh“, (zitiert nach: Silvia Botheroyd, Paul F. Botheroyd (1992): Lexikon der keltischen Mythologie. München: Diederichs. S. 36) genannt. Hier sehen wir die schon angekündigte Nähe zu Badh von den Morrígna.
Banshee

Aussehen

Das Erscheinungsbild der Banshee ist ambivalent. Mal taucht sie als kleine alte Frau in weißen oder roten Gewändern auf. Immer trägt sie langes, offenes Haar, wobei die Farben variieren können. Ein anderes Mal zeigt sie sich als grässiche Alte, die wahlweise die abgeschlagenen Köpfe der dem Tod geweihten Krieger wäscht oder deren Rüstungen/Kleidung, wobel letzteres u.a. für Schottland gilt. In dieser Variante kann die Banshee sich auch als schönes junges Mädchen präsentieren, was aber seltener vorkommt. Auch wird ihr nachgesagt, dass sie die Seelen der Krieger in Empfang nimmt und sie ins Totenreich begleitet, bzw., ihnen den Weg dorthin weist. Mythologienübergreifend sei hier auf die Walküren der nordischen Götterwelt verwiesen.

 


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Bilder: © PD

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